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Johannes Gutenberg - ein Mann druckt Geschichte

Der Mann des Jahrtausends

Mechanische Druckpresse

Ende des 20. Jahrhunderts wählten amerikanische Journalisten einen Patriziersohn aus Mainz, der 600 Jahre zuvor geboren worden war, zum "Mann des Jahrtausends". Johannes Gutenberg, der eigentlich Johannes Gensfleisch zur Laden hieß, erlernte die Berufe des Goldschmieds und des Schreibers. Er vereinigte in seiner Person handwerkliches Können und die Liebe zum geschriebenen Wort. Um 1445 machte er die Jahrtausend-Erfindung, die die mittelalterliche Welt aus ihren rostigen Angeln hob - zumindest stellte er dafür das Werkzeug her: die Druckerpresse. Das massenweise, schnell und billig hergestellte Buch wurde zum Träger der Information, der Wissenschaft und der geistigen Auseinandersetzung.

Vor Anbruch der Neuzeit war Lesen Luxus – ein Privileg für Gelehrte und Geistliche. Bücher entstanden in Europa meist in mühevoller Schreibarbeit. Ihre Verbreitung war entsprechend begrenzt. Das wollte Gutenberg ändern, indem er vor allem die Bibel denen zugänglich machte, die lesen konnten. Seine Idee war, den Text in seine Einzelteile – die Buchstaben, Ligaturen und Satzzeichen – zu zerlegen. Dafür entwickelte er eine Technik, einzelne Lettern in großer Anzahl zu gießen. Diese bestanden aus einer speziellen Legierung von Blei, Zinn und Antimon, die hohe Druckfestigkeit gewährleistete. Anschließend konnte man die kleinen, gleich hohen, Stempel in Druckplatten zusammensetzen.

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